ZVK Thüringen

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Landesverband Thüringen e.V.

News

Dienstag, 15 Juni 2021

Jetzt anmelden! Neue Online-Veranstaltung "Auf den Punkt! Treffpunkt Wissenschaft"

Am 22. Juli 2021 startet PHYSIO-DEUTSCHLAND mit der neuen spannenden Online-Veranstaltungsreihe „Auf den Punkt! Treffpunkt Wissenschaft“ mit dem Thema "Exzentrisches Training in der Physiotherapie".

Heiko Dahl von der Physio-Akademie und Alexander Stirner vom BundesSchüler- und StudierendenRat bilden das Moderatoren-Duo unseres physiotherapeutischen Quartetts. Heiko Dahl ist seit 1973 Physiotherapeut und Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Manuelle Therapie von PHYSIO-DEUTSCHLAND. Er kennt so ziemlich alle Seiten des physiotherapeutischen Arbeitens. So war Heiko im Laufe seines Berufslebens nicht nur als Praxisinhaber, Dozent, Geschäftsführer der Akademie, Buchautor und Kuratoriumssprecher der Stiftung tätig, sondern absolvierte auch das internationale Examen der manuellen Therapie in Örebro, Schweden und einen Master of Science Advanced Clinical Practice an der Teesside University in Middlesbrough, Großbritannien. Über sein Spezialgebiet, die Manuelle Therapie, sagt er: "Manuelle Therapie ist nicht nur Hands-on, sondern vor allem ein guter Clinical Reasoning Prozess!"

Alexander Stirner hat 2018 zuerst sein Staatsexamen und dann ein Studium zum Bachelor of Science in der Physiotherapie abgeschlossen. Derzeit konzentriert er sich voll auf sein pädagogisches Masterstudium und vertritt die Interessen von Schülern und Studierenden in der Physiotherapie als Sprecher des BundesSchüler- und StudierendenRates. Alexander möchte zukünftig als Lehrer in der Berufsausbildung junger Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten aktiv werden. Im Veranstaltungsformat „Auf den Punkt! Treffpunkt Wissenschaft“ hat er daher ein besonderes Anliegen: "Ich möchte physiotherapeutische Forschung allen Berufsangehörigen nahebringen. Wir brauchen keine Trennung zwischen Praktikern und Forschern, sondern wissenschaftlich versierte Praktiker, die mit Ärzten und anderen Angehörigen medizinischer Berufe auf Augenhöhe kommunizieren können."

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann registrieren Sie sich hier für unsere erste Veranstaltung von "Auf den Punkt! Treffpunkt Wissenschaft" am 22. Juli 2021 zum Thema "Exzentrisches Training in der Physiotherapie".

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für Mitglieder und Nicht-Mitglieder kostenfrei möglich. Unsere Mitglieder erhalten im Nachgang der Veranstaltung die exklusive Möglichkeit, unseren Experten Fragen zu stellen und ein ausführliches Booklet mit einem Link zur Veranstaltungsaufzeichnung.

 Melden Sie sich jetzt an! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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Dienstag, 15 Juni 2021

Corona-Sonderreglungen ab 01. Juli 2021 – alles auf einen Blick!

Der Deutsche Bundestag hat am 11. Juni 2021 weiterhin eine epidemische Lage nationaler Tragweite festgestellt. Bestehende Corona-Regelungen sollen aufgrund dessen bis zum 30. September 2021 weiterhin gelten. Das betrifft beispielsweise die Regelungen des G-BA, aber auch die Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit zur Hygienepauschale.

Sonderregelungen im Überblick
 

Videobehandlung

Eine Behandlung kann weiterhin auch per Video stattfinden, wenn dies aus therapeutischer Sicht möglich und die Patientin oder der Patient damit einverstanden ist. Diese Regelung gilt für eine Vielzahl von Heilmitteln, die von Vertrags(zahn)ärztinnen und -ärzten verordnet werden können.

Verordnungen nach telefonischer Anamnese

Folgeverordnungen für Heilmittel dürfen weiterhin auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch die Ärztin oder den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden.

Entlassmanagement 

Krankenhausärztinnen und -ärzte können im Rahmen des sogenannten Entlassmanagements Heilmittel nicht nur für eine Dauer von bis zu 7 Tagen, sondern bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus verordnen.

Erleichterte Vorgaben für Verordnungen

Heilmittel-Verordnungen bleiben auch dann gültig, wenn es zu einer Behandlungsunterbrechung von mehr als 14 Tagen kommt.

Alle Hinweise auch hier auf der Sonderseite des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Hygienepauschale

Aktuell regelt die Hygienepauschaleverordnung (HygPV) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) die pauschale Abgeltung erhöhter Kosten für Hygieneaufwendungen im Heilmittelbereich von 1,50 Euro pro Heilmittelverordnung. Aufgrund des Beschlusses des Deutschen Bundestages zur Verlängerung der epidemischen Lage gehen wir davon aus, dass das BMG die HygPV ebenfalls bis zum 30. September 2021 verlängert und damit 1,50 Euro pro Verordnung zusätzlich gegenüber den Krankenkassen abrechenbar bleiben. Sobald die neue Verordnung vorliegt, verlinken wir diese hier wieder entsprechend.

Post-Covid-19-Syndrom wird besonderer Verordnungsbedarf

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich darauf verständigt, die Indikation „U09.9 Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet“ ab 01. Juli 2021 in die Diagnoseliste der besonderen Verordnungsbedarfe aufzunehmen. Verordnen Ärzte also ab 1. Juli Physio- oder Ergotherapie aufgrund von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion, so wird bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung ihr Budget nicht mit den Verordnungskosten belastet. Die Diagnoseliste für den besonderen Verordnungsbedarf wird zum 1. Juli dahingehend ergänzt.

Alle Informationen rund um die Verordnung dazu, finden Interessierte hier. 

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Dienstag, 15 Juni 2021

Bewegung im Reformprozess der Berufsgesetze in den Therapieberufen

Am 11. Juni 2021 hat der Deutsche Bundestag das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) beschlossen und damit unter anderem die Verlängerung der Modellstudiengänge in den Therapieberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie bis zum Jahr 2024 beschlossen. Diese Regelung war erforderlich, weil es nicht gelungen ist, die längst überfällige Modernisierung der Berufsgesetze im Heilmittelbereich in der aktuellen Wahlperiode zu verabschieden.

Teilerfolg erzielt

Zunächst sah der Gesetzentwurf der Bundesregierung eine Verlängerung der Modellstudiengänge bis Ende 2026 vor – ein völlig falsches Signal aus Sicht des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) und des Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen. Sowohl der SHV als auch das Bündnis Therapieberufe haben im Gesetzgebungsverfahren entsprechende Stellungnahmen eingereicht und eine Reform der Berufsgesetze in den Berufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie in der kommenden Legislaturperiode gefordert. Denn: Tatsache ist, dass die Reform der Berufsgesetze längst überfällig ist und damit eine Verschiebung bis ins Jahr 2026 nicht mehr hinnehmbar war.

SHV und Bündnis Therapieberufe fordern übereinstimmend eine nachhaltige, zukunftsfeste hochschulische Ausbildung für die Therapieberufe in Deutschland. Konkrete Konzepte zur Ausgestaltung und zeitlichen Umsetzung liegen der Politik längst vor.

Nächste Schritte bereits in Arbeit

SHV und Bündnis Therapieberufe lassen nicht locker, um für die Vorteile und den Nutzen einer hochschulischen Ausbildung für die Patientenversorgung zu werben.

Aber auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) macht Ernst und bereitet sehr konkret die nächsten Schritte zur Novellierung der Berufsgesetze in den Therapieberufen vor. Auf das im März 2020 vom BMG veröffentlichte Eckpunktepapier "Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe der Bund-Länder-Arbeitsgruppe" folgte Mitte Mai 2021 der Start des Konsultationsverfahren zur Vorbereitung des Referentenentwurfs über die Berufe in der Physiotherapie. Das BMG hat die Physiotherapieverbände sowie weitere Verbände und die Bundesländer aufgefordert, bis zum 30. Juli 2021 eine schriftliche Stellungnahme abzugeben. Dabei geht es um die Beantwortung von zahlreichen Fragen zum Nutzen und der Ausgestaltung der zukünftigen Berufsgesetze und Ausbildungsordnungen.

Mit der konkreten Ausformulierung der Antwort für das Ministerium befasst sich aktuell der Fachausschuss Physiotherapie des SHV.

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Montag, 14 Juni 2021

Umfrage: Physiotherapie bei Restless Legs Syndrom

In einer Onlineumfrage fragt die Deutsche Restless Legs Vereinigung speziell Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten nach ihren Erfahrungen bei diesem Krankheitsbild.

Hier geht es direkt zur Umfrage: www.survio.com/survey/d/X9E0R9F6B9E2E0D3Y

Die Deutsche Restless Legs Vereinigung e.V. in München ist eine Selbsthilfevereinigung, die zum Ziel hat, Menschen, die vom Restless Legs Syndrom betroffen sind, zu unterstützen und die wissenschaftliche Erforschung dieser sehr belastenden Krankheit zu fördern. Die Onlineumfrage im Bereich der Physiotherapie soll hier Erkenntnisse sammeln und dazu beitragen zu klären, ob die Beschwerden mit Hilfe von Physiotherapie gemildert oder eventuell sogar ganz beseitigt werden können. "Wir sind dem Deutschen Verband für Physiotherapie sehr verbunden, dass er uns eine solche Umfrage ermöglicht, und freuen uns über eine rege Teilnahme von Ihnen, liebe Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten", betont Dr. iur. Joachim Paulus, Mitglied des Vorstands der Deutschen Restless Legs Vereinigung (RLS) e.V..

Mehr Informationen über die Restless Legs Vereinigung finden Interessierte hier: www.restless-legs.org.

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Donnerstag, 10 Juni 2021

Steuerfreiheit für Corona-Sonderzahlungen verlängert

Bereits im März letzten Jahres hat die Bundesregierung die Möglichkeit einer steuerfreien Corona-Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschaffen. Die Steuerfreiheit für diesen Bonus ist nun bis zum 31. März 2022 verlängert.

Die Pandemie und die damit verbundenen Anforderungen in den Praxen und Kliniken hat bei vielen Beschäftigen zu besonderen Belastungen geführt. Arbeitgeber haben mit diesem Bonus-Angebot die Möglichkeit, ihren Angestellten eine finanzielle Extraleistung zu gewähren, die durch die Steuerbefreiung auch in voller Höhe bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ankommt.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Die Sonderzahlung ist eine zusätzliche Leistung zum regulären Arbeitslohn.
  • Der steuerfreie Bonus muss auf der Lohnabrechnung ausgewiesen werden.
  • 1.500 Euro ist die Höchstgrenze für eine Bonuszahlung. Hat ein Arbeitgeber beispielsweise im Jahr 2020 bereits eine Sonderzahlung geleistet, so ist diese bei einer weiteren Zahlung zu berücksichtigen. Der Höchstbetrag darf dabei nicht überschritten werden.
  • Der Bonus kann auch eine Sachzuwendung sein. Hier sollte der Erhalt schriftlich bestätigt werden.
  • Bis zum 31. März 2022 ist eine Staffelung von Sonderzahlung bis zur maximalen Höhe von 1.500 Euro möglich.
  • Entscheidend für die Steuerfreiheit ist der Eingang der Zahlung auf dem Konto der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Zahlungseingänge ab dem 01. April 2022 sind nach aktuellem Stand wieder voll lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

(Quelle: www.vlh.de/presse/pressemitteilungen/default-7688e4b131.html)

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Donnerstag, 10 Juni 2021

Corona-Pandemie: Kassenverbände verlängern Sonderregelungen für Rehasport

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Vorgaben für das Genehmigungsverfahren und die Angebotsart im Rehabilitationssport und Funktionstraining bis zum 30. September 2021 verlängert.

Sonderregelungen konkret

Die Anspruchsdauer für bewilligte Verordnungen Muster 56 (Antrag auf Kostenübernahme Rehabilitationssport/Funktionstraining) verlängert sich aktuell um sechs Monate. Dies gilt für alle Verordnungen, die im Zeitraum vom 01. August 2020 bis einschließlich 30. September 2021 ausgestellt wurden oder noch werden.

Außerdem dürfen Rehabilitationssport und Funktionstraining bis einschließlich 30. September 2021 auch als Tele- oder Online-Angebot stattfinden. Auch eine Durchführung im Freien ist ausdrücklich erlaubt.

Regionale Bestimmungen sind zusätzlich zu beachten

Ergänzend zu diesen Vorgaben kann es in den einzelnen Bundesländern und abhängig von den regional vorliegenden Inzidenzwerten weitere Vorgaben für die Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining geben. Bitte beachten Sie hierzu die jeweiligen Coronaverordnung Ihres Bundeslandes.

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Mittwoch, 09 Juni 2021

PHYSIO-DEUTSCHLAND präsentiert das neue Online-Veranstaltungsangebot "Auf den Punkt!"

Unter dem Motto "Auf den Punkt! Treffpunkt Wissenschaft" hat PHYSIO-DEUTSCHLAND für Sie eine neue interessante Online-Veranstaltungsreihe entwickelt. Einmal im Quartal trifft sich zukünftig exklusiv für Sie unser physiotherapeutisches Quartett, eine Gesprächsrunde aus vier wissenschaftlich tätigen Kolleginnen oder Kollegen, die Ihnen physiotherapeutische Fortbildung im Kurzformat liefern!

 

Innerhalb von ein bis zwei Stunden diskutieren unsere Expertinnen und Experten ein umstrittenes, fachliches Thema aus unterschiedlichen Bereichen der Physiotherapie. "Wir möchten unseren Berufsangehörigen vermitteln, wie vielfältig die wissenschaftliche Diskussion in der Physiotherapie ist“, so Moderator Heiko Dahl. "Gleichzeitig wollen wir Impulse für die Praxis setzen, denn wer hat schon die Muße, nach einem anstrengenden Tag in der Praxis noch diverse Studien zu lesen?!“

Je nach Thematik wird die Besetzung des physiotherapeutischen Quartetts variieren. Heiko Dahl von der Physio-Akademie und Alexander Stirner vom BundesSchüler- und StudierendenRat (BSSR) begleiten als Moderator und Co-Moderator die Diskussion. Die erste Veranstaltung der Reihe "Auf den Punkt! Treffpunkt Wissenschaft" findet am 22. Juli 2021 von 18:30 bis circa 20:00 Uhr online statt und ist für Mitglieder und Nicht-Mitglieder kostenlos. Unsere Mitglieder erhalten jedoch nach der Veranstaltung die Möglichkeit, den Experten im Chat Fragen zu stellen, sowie ein exklusives Booklet zum Thema, das auch einen Link zur Veranstaltungsaufzeichnung enthält.

Mehr über das erste physiotherapeutische Quartett erfahren Sie hier. Dort können Sie sich auch registrieren.

Das Anmeldeformular zum Herunterladen gibt es hier.

Wir freuen uns, auf Ihre Teilnahme!

 

Mittwoch, 09 Juni 2021

Neues Schiedsverfahren zum Bundesrahmenvertrag - Verhandlungstermin am 13. Juli 2021

Die maßgeblichen Verbände IFK, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB und Verband Physikalische Therapie (VPT) treffen sich erneut mit dem GKV-Spitzenverband vor der Schiedsstelle.

Trotz der Festlegung einzelner Kriterien zur Preisberechnung durch den Schiedsspruch konnte in den zwischenzeitlichen Verhandlungen keine Einigung über eine angemessene Vergütung und eine angepasste Leistungsbeschreibung erzielt werden. Deshalb wurde im Mai die Schiedsstelle erneut angerufen. Die Physiotherapieverbände und der GKV-Spitzenverband haben mittlerweile ihre jeweiligen Forderungen in Form von Anträgen und Stellungnahmen eingereicht. Während der GKV-Spitzenverband im Kern die Beibehaltung der aktuellen Leistungsbeschreibung der Rahmenempfehlungen und eine Anpassung der Vergütung in Höhe von circa 2,9 Prozent fordert, fordern die Verbände längere und flexiblere Behandlungszeiten bei den Positionen KG und Manuelle Therapie sowie ein Stufenmodell, das in der ersten Stufe eine Anpassung der Vergütung in Höhe von 25 Prozent vorsieht.

Nun steht mit dem 13. Juli 2021 der nächste Verhandlungstermin fest. Für die maßgeblichen Verbände ist das Ziel klar: Im Ergebnis bedarf es einer deutlichen Steigerung der Vergütung, damit Praxisinhaber und Mitarbeiter ein angemessenes Einkommen erhalten. Außerdem sind flexiblere und längere Behandlungszeiten für eine individuell auf das Krankheitsbild des Patienten zugeschnittene Behandlung und daher eine Anpassung der bereits 25 Jahre alten Leistungsbeschreibung nötig. Eine neue Leistungsbeschreibung war zwar im letzten Verfahren zunächst konsentiert, allerdings waren die Krankenkassen zu keiner ausreichenden Gegenfinanzierung der damit verbundenen Erhöhung der Mindesttherapiezeiten bereit. Da die maßgeblichen Verbände nicht verantworten konnten, dass längere Behandlungszeiten zu geringeren Minutenpreisen führen, wurde der Antrag auf Festsetzung einer neuen Leistungsbeschreibung notgedrungen kurzfristig im Schiedsverfahren zurückgezogen.

Der Weg zum neuen Bundesrahmenvertrag bleibt mühsam

Im aktuellen Schiedsverfahren stehen lediglich die Anlagen Leistungsbeschreibung und Vergütung zur Verhandlung. Aus Sicht der Verbände hätten die bereits konsentierten beziehungsweise geschiedsten Teile des Bundesrahmenvertrages bereits zum 01. April 2021 in Kraft treten können. Der GKV-Spitzenverband verweigerte sich dem jedoch. Die Verbände teilen den zunehmenden Unmut der Branche über diese unnötige Verzögerung und haben sich nach Klärung des juristischen Sachverhalts, in dieser Frage bereits an den Vorsitzenden der Schiedsstelle gewandt. Die dringend notwendigen Verbesserungen für Praxen und die Beschäftigten in den physikalischen Berufen müssen schnell umgesetzt werden.

Die Position der Verbände im Schiedsverfahren ist klar: Die Krankenkassen sind aufgefordert, ihrem gesetzlichen Versorgungsauftrag gerecht zu werden. Eine angemessene Vergütung in der Physiotherapie muss entsprechend finanziert und der Bundesrahmenvertrag mit den vereinbarten Anlagen zeitnah in Kraft treten. Eine flächendeckende qualitativ hochwertige Patientenversorgung ist nur dann gewährleistet, wenn die Arbeitsbedingungen in der Physiotherapie deutlich verbessert und die Gehälter auf ein konkurrenzfähiges Niveau angehoben werden. Ansonsten wird sich der Fachkräftemangel und damit der Versorgungsengpass in der Physiotherapie weiter verschärfen.

Über das neue Schiedsverfahren werden die Verbände weiter berichten.

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Mittwoch, 02 Juni 2021

Thüringer Sozialministerium / Stand: 02. Juni 2021

Handlungsanweisungen zur Umsetzung der Arbeitsschutzmaßnahmen und Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS CoV-2

Branchenregelung Physiotherapie

 

Öffnungsschritte in Thüringen gemäß Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung

Öffnungsschritte

 

Montag, 31 Mai 2021

Nachruf Gerd Richter (22.10.1941 bis 19.05.2021)

Mit tiefer Betroffenheit haben wir vom Tode unseres früheren Vorsitzenden Gerd Richter erfahren. Er war der Gründer und bis vor kurzem auch Vorsitzender unseres Landesverbandes Thüringen. Neben dieser Funktion war er auch viele Jahre stellvertretender Vorsitzender im Bundesvorstand.

Gerd Richter war nach der Wiedervereinigung ein Wegbereiter der ersten Stunde. Er stellte noch in 1989 die ersten berufspolitischen Kontakte zwischen Ost und West her und war maßgeblich an der Vereinigung der beiden Physiotherapieverbände in Ost (Zentralverband der Physiotherapeuten - ZVdP, wie der Verband in den neuen Bundesländern damals hieß) und West (Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.) beteiligt. Ohne ihn und seine vertrauten Weggefährten hätte dieser Schritt sicher nicht so schnell und professionell, aber auch so harmonisch und getragen von gegenseitigem Respekt, vollzogen werden können.

Gerd Richter pflegte gute – oft auch freundschaftliche - Kontakte zu den Ministerien in den neuen Bundesländern. Dies verhalf dem Berufsstand zu hohem Ansehen, der ZVK wurde so auch in den neuen Bundesländern schnell ein verlässlicher Partner für die Politik und die Krankenkassen. Gerd Richters Wort war gefragt und hatte Gewicht. Dass im Jahr 1994 endlich – nach langen Jahren des zähen Ringens – unser Berufsgesetz von 1958 novelliert und die in ganz Europa längst gebräuchliche Berufsbezeichnung Physiotherapeut/Physiotherapeutin eingeführt und gesetzlich geschützt wurde, war auch sein Erfolg.

Gerd Richter war ein unermüdlicher Kämpfer, wenn es um die Zukunftssicherung der physiotherapeutischen Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung ging, Immer, wenn wieder einmal in Beratungen zu Gesundheitsreformgesetzen physiotherapeutische Leistungen zur Disposition gestellt wurden, trat er einem solchen Ansinnen als Vertreter unserer Berufsgruppe mit aller Entschiedenheit entgegen. Es gelang ihm immer wieder, mit seiner offenen Persönlichkeit und großen Überzeugungskraft politische Entscheidungsträger und Krankenkassenvertreter von der Bedeutung der physiotherapeutischen Versorgung zu überzeugen.

Neben seinen berufspolitischen Aktivitäten führte Gerd Richter bis zuletzt eine große Physiotherapiepraxis mit Bewegungsbad in Arnstadt. Sein ganz besonderes Engagement und seine Erfolge werden in der Physiotherapie noch lange fortwirken. Wir werden ihn als einen Kollegen in Erinnerung behalten, der sich unermüdlich nicht nur für die physiotherapeutische Versorgung, sondern auch für die berufspolitischen Belange seines Berufsstandes eingesetzt hat. Unsere Gedanken sind bei seinen beiden Söhnen und deren Familien.

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